A.R.E.N.A. - Amateur Radio Emergency Network Austria, Not- und Katastrophenfunk in Salzburg

EMCOM.at Übung 1. Mai 2018 unter Motto: Sonnensturm

Gemeinsam mit Österreichen Telekom Betreiber A1 Telekom dem Bundesheer und den Funkamateuren des Österreichischen Versuchsender Verbandes ÖVSV wird eine Kurzwellen Funkübung durchgeführt.

Detais auf www.emcom.at

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8. April 2018:

In Salzburg wird das Not- und Katastrophenfunkkonzept gerade neu angepasst.

Es ruht auf 4 Säulen:

  • Sprachfunk innerhalb der Bezirke über UKW (70cm bzw 2m)
  • Sprachfunk zwischen den Bezirken über KW (80m bzw. 40m)
  • Datenfunk mittels Pactor / Winlink, mind. 1 Funkstelle pro Bezirk
  • Datenfunk mittels Hamnet mit Verfügbarkeit auch bei den Bezirksverwaltungsbehörden

 

Die 4 geografischen Bereich in Salzburg sind:

  • Salzburg Nord (Salzburg Stadt, Flachgau, Tennengau)
  • Pongau
  • Lungau
  • Pinzgau

 

Der Amateurfunkdienst für den Not- bzw. Katastrophenfall besteht aus Funkamateuren in der Zivilbevölkerung für die Zivilbevölkerung. Jeder Funkamateur könnte auf Amateurfunkfrequenzen Nothilfe leisten. (z.B.: Blackout, Ausfall der öffentlichen Kommunikationsmittel, etc.).

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Am 9. März 2018 trafen sich interessierte Amateurfunker aus den verschiedenen Bezirken im Bundesland Salzburg bei der Feuerwehr Kuchl um über die Zukunft des Amateurfunkdienstes im Not- und Katastrophenfall für das Bundesland Salzburg zu diskutieren und die weitere Vorgangsweise festzulegen.

In Salzburg gibt es über 400 Personen mit einem gültigen Rufzeichen, wobei jede dieser Personen im Notfall auch mit der Kommunikation über Amateurfunkfrequenzen Nothilfe leisten können, z.B.: Ausfall von öffentlichen Kommunikationsmitteln.

So kann der Amateurfunkdienst die Zivilbevölkerung unterstützen, da die Funkamateure flächendeckend über das Bundesland verteilt sind und für Kurz- (innerhalb von einem Bezirk) bzw. Mittelstrecken (von Bezirk zu Bezirk) Kommunikation herstellen können, wenn sonst nichts mehr funktioniert.

Besonders im Salzburg ist durch das Gebirge die Herstellung von einer Funkverbindung z.B.: vom Lungau in den Flachgau eine Herausforderung für manchen Funkamateur.

Als kurzfristige Ziel aus dem Treffen konnten folgende Punkte festgelegt werden:

  • Abstimmung mit der Landesregierung
  • Einmal pro Quartal eine Salzburger Notfunkrunde (Der Zeitintervall ist noch festzulegen, Idee wäre 1x im Quartal)
  • nformationen an alle Funkamateure im Bundesland Salzburg über den Amateurfunkdienst im Not- und Katastrophenfall in Zusammenarbeit mit dem Dachverband des ÖVSV.

PRÄSENTATION NOTFUNK .PDF

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Liebe Not- und Katastrophenfunk-Freunde!

Wenn man den Begriff "Not- und Katastrophenfunk" zum ersten Mal hört, denken viele Menschen sofort an Rettung, Feuerwehr und Polizei, also an Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS).

Die wenigsten wissen, dass wir Funkamateure speziell in diesem Bereich, mit unserem Wissen und unserer Erfahrung, einen wichtigen Beitrag zur Unterstützung dieser Organisationen leisten. Mit unseren verschiedensten Betriebsarten (Digital oder Analog) und der Frequenzvielfalt, die zur Verfügung stehen, stellen wir unser Können bei Netz- und Kommunikationsausfällen immer wieder unter Beweis. Die Zusammenarbeit mit den BOS-Funkstellen und die notwendigen Erprobungen werden bei gemeinsamen Übungen und Veranstaltungen wahrgenommen.

Grundsätzlich ist jede Person nach den ihm zumutbaren Möglichkeiten zur Hilfeleistung bei einem Unglück, Unfall oder Katastrophenfall verpflichtet. Die Kommunikation ist der Schlüssel jeglicher Zusammenarbeit unterschiedlichster Organisationen, daher sind wir Funkamateure im Bereich der Kommunikationstechnik besonders gefordert, denn die zuverlässige Übermittlung wichtiger Informationen, egal ob als Sprache, Bild oder Text (Mail) entscheidet über eine rasche und effiziente Hilfe.

Weitere Informationen zum Thema Notfunk: http://www.oevsv.at/funkbetrieb/notfunk/
 
Du hast Fragen zum dem Thema Notfunk oder möchtest beim Not- und Katastrophenfunk in Salzburg aktiv teilnehmen?
 
Kontakt:
Stefan, OE2LEV
 
Artikel zum Thema Notfunk: http://fm4v3.orf.at/stories/1737834/
 
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Rechtliches:

Not- und Katastrophenfunkverkehr

§ 14. (1) Notfunkverkehr ist die Übermittlung von Nachrichten zwischen einer Funkstelle, die selbst in Not ist oder an einem Notfall beteiligt oder Zeuge des Notfalles ist, und einer oder mehreren Hilfe leistenden Funkstellen.

(2) Notfall ist ein Ereignis, bei dem die Sicherheit menschlichen Lebens zumindest gefährdet erscheint.

(3) Katastrophenfunkverkehr ist die Übermittlung von Nachrichten, die den nationalen oder internationalen Hilfeleistungsverkehr betreffen, zwischen Funkstellen innerhalb eines Katastrophengebietes sowie zwischen einer Funkstelle im Katastrophengebiet und Hilfe leistenden Organisationen.

(4) Katastrophengebiet ist ein geographisches Gebiet, in welchem eine Katastrophe stattgefunden hat, für die Dauer des Katastrophenfalles.

(5) Im Falle von Not- und Katastrophenfunkverkehr sowie bei der Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehrsübungen entfallen die Beschränkungen der §§ 10 Abs. 4 und 13 Abs. 1 bis 3.

(6) Die Durchführung von Not- und Katastrophenfunkverkehrsübungen ist mindestens eine Woche vor Beginn der Übung schriftlich dem örtlich zuständigen Fernmeldebüro anzuzeigen.

(7) Bei Empfang eines Notrufes ist der eigene Funkverkehr sofort zu unterbrechen und jede Störung des Notrufes zu unterlassen. Wird keine Antwort durch andere Funkstellen festgestellt, so ist unverzüglich Verbindung mit der notrufenden Funkstelle aufzunehmen. Erforderlichenfalls sind andere Funkstellen auf den Notruf aufmerksam zu machen.

 -- Hinweis zu §§ 10 und §§ 13:---

§ 10. (1) Die Amateurfunkbewilligung berechtigt zur Errichtung und zum Betrieb

(4) Amateurfunkstellen dürfen weder mit Telekommunikationsnetzen verbunden noch in Verbindung mit diesen betrieben werden.

 

§ 13. (1) Der gesamte Amateurfunkverkehr ist in offener Sprache abzuwickeln und auf folgenden Inhalt zu beschränken:

1. Übertragungsversuche,

2.technische oder betriebliche Mitteilungen sowie

3.Bemerkungen persönlicher Natur oder bildliche Darstellungen, für die wegen ihrer Belanglosigkeit eine Inanspruchnahme von Telekommunikationsdiensten billigerweise nicht verlangt werden kann.

(2) Der Funkverkehr darf nur unmittelbar zwischen bewilligten Amateurfunkstellen ohne Benutzung anderer Telekommunikationsanlagen stattfinden.

(3) Ergibt sich während des Funkverkehrs, daß dieser mit einer Funkstelle aufgenommen wurde, die keine bewilligte Amateurfunkstelle ist, so ist die Verbindung sofort abzubrechen.

 

Quelle: https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10012870

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